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Jüdisches Krankenhaus in E5, 9
damals
Jüdisches Krankenhaus in E5, 9
heute

Das jüdische Kranken- und Pfründnerhaus in E 5, 9


Schon seit 1735 befand sich das jüdische Spital im Quadrat E 5. Die jüdische Gemeinde beschloß im Jahre 1831, daß das Hospital zukünftig neben kranken Juden auch Unvermögende und Pfründner aufnehmen sollte. 1842 bis 1844 wurde es für diesen Zweck umgebaut und konnte danach auch die Aufgaben eines Armenhauses und Altersheimes übernehmen. Seit 1877 führte das Haus den Namen "Israelitisches Kranken- und Pfründnerhaus". Für den Neubau des Technischen Rathauses im Jahre 1936 mußten die gesamten Häuser im Quadrat E 5 weichen und so zog man in die Collinstraße um. Zu dieser Zeit war Pauline Maier die verantwortliche Oberin.

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Jüdisches Krankenhaus in E5, 9

Pauline Maier

Pauline Maier wurde am 21. Oktober 1877 in Baiertal bei Heidelberg geboren. Nach ihrer Ausbildung zur Krankenschwester in Berlin und Breslau wechselte sie 1913 in das jüdische Krankenhaus in Mannheim. Während des Ersten Weltkrieges arbeitete sie in Kriegslazaretten und Verwundetenzügen. Nach Ende des Krieges kehrte sie nach Mannheim zurück, wo sie 1922 die Stelle der Oberin am jüdischen Krankenhaus übertragen bekam. Am 22. Oktober 1940 begleitete Pauline Maier freiwillig die Menschen aus dem Kranken- und Pfründnerhaus, welches bis auf die Transportunfähigen, bei der Deportation nach Gurs, geräumt wurde. Im dortigen Lager pflegte sie die Menschen weiterhin und gab ihnen Hoffnung. Im August 1942 wurde der größte Teil der Insassen des Lagers nach Ausschwitz transportiert. Als Freiwillige schloß sich Pauline Maier an, wo sie im gleichen Jahr in Ausschwitz ermordet wurde.

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[Quellen]
Volker Keller: "Jüdisches Leben in Mannheim"
Karl Otto Watzinger: "Geschichte der Juden in Mannheim 1650-1945"

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